Archiv für Ergebnisse
20:04 Uhr
“Müde!”
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Wenn Christian Holzmacher, mit Mikrofon bewaffnet, die neuen Deutschen Meister vor vollen Zuschauerrängen zu sanften Statements inspirierte, hörte man nicht selten Aussagen wie diese: “Ich bin überglücklich und einfach nur müde!” Das Wettkampfprogramm war sicherlich nicht unbedingt günstigt zusammengestellt. Dennoch verliefen die 124. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen im Vergleich zu den Vorjahren in vielerlei Hinsicht auf überraschend hohem Niveau.
Konzentrieren wir uns allein auf die JEM-Jahrgänge. Bereits am ersten Wettkampftag wurden gleich über drei Strecken – 1500 Freistil der Frauen sowie 800 Freistil und 400 Lagen der Männer – neue Deutsche Altersklassenrekorde aufgestellt. Strecken also, auf denen sich der Schwimmnachwuchs eher schwer tut, sind sie doch mit hohen Trainingsaufwand, vor allem den unliebsamen hohen Umfängen an Kilometern, verbunden.
Bemerkenswert waren vor dem Hintergrund ihrer Leistungsentwicklung in den letzten Jahren die Ergebnisse von Alexandra Wenk (1995) aus München. Mit neuen deutschen Altersklassenrekorden über 50 und 100 Schmetterling schaffte sie nicht nur den Durchbruch in die nationale Spitze. Sie holte sich über beide Strecken den Titel in der offenen Klasse und kann berechtigt auf einen Staffelplatz bei den Olympischen Spielen hoffen. Alexandra startete ihre internationale Karriere mit der EYOF 2009 und arbeitete sich über JEM 2010 sowie JEM und JWM 2011 auf ihr heutiges Niveau. Ähnliches gelang auch Eileen Diener (1995). Die Potsdamer Sportschülerin (PSV Cottbus) konnte nach krankheitsbedingten Pausen in diesem Jahr endlich kontinuierlich durchtrainieren und sich bei den vergangenen Meisterschaften im offenen Finale über 200 Rücken Platz 3 sichern.
Oder der 21-jährige Berliner Martin Grodzki, der in diesem Jahr bei den US-amerikanischen College-Meisterschaften auf sich aufmerksam machte und einen neuen Rekord über die 1650-Yard-Distanz aufstellte. Über die 400 Freistil war er hartnäckiger als Fusspilz, als er für 375 Meter einfach nicht von der Seite von Paul Biedermann wich und erst im Schlussspurt auf Platz 2 verwiesen wurde. Auch dies ein interessantes Phänomen, dass häufiger zu beobachten war. Wie zum Beispiel bei der Cottbusserin Anna Dietterle (1997), die ebenfalls an der Sportschule lebt, lernt und trainiert. Sie geht beinahe unbeschwert ins A-Finale der schnellsten Freistilsprinterinnen Deutschlands und versucht neben Britta Steffen, Dorothea Brandt und Co. Anschluß zu halten.
In einer Gesamtbetrachtung können die erbrachten Leistungen der JEM-Jahrgänge als positiver Aufwärtstrend bewertet werden. Gerade auf den Brustdistanzen unterboten häufig mehrere Schwimmerinnen die JEM-Normen, wie auch beispielsweise die Männer über 400 Freistil. Die diesjährige Jugend-Nationalmannschaft könnte daher mit erstarktem Selbstbewußtsein ihrer Konkurrenz in Antwerpen gegenüber treten. Das Niveau der europäischen Spitze in den Jahrgängen 1996/1997 weiblich und 1994/1995 männlich, so verraten es aktuellen Bestenlisten im Internet, liegt allerdings noch um einiges höher. Bereits am 2. Juni startet daher das deutsche Aufgebot ins traditionelle Trainingslager in Heidelberg, drei Wochen später folgt ein Testwettkampf in Stuttgart.
Der Landesschwimmverband Brandenburg hat sich in dieser Hinsicht gut dargestellt. Nach den sehr guten internationalen Erfolgen in 2011 unterboten in Berlin erneut 4 Sportler die gefordeten JEM-Normen. Anna Dietterle (50 Freistil, Rücken und Schmetterling, 100 Freistil), Maximilian Bock (1500 Freistil), Carl Louis Schwarz (50 und 100 Rücken) und Tim-Thorben Suck (50, 100 und 200 Freistil, 50 Brust) wurden am letzten Wettkampftag von den Bundestrainern für die Jugend-Nationalmannschaft aufgestellt. Marko Letz, der als Lehrertrainer in Potsdam arbeitet, wurde ebenfalls für das DSV-Team nominiert. Yannick Lebherz sicherte sich bereits am ersten Wettkampftag seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen über 400 Lagen, später auch über 200 Rücken.
19:06 Uhr
Norddeutsche Meisterschaften
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Erfolgreicher Abschluss für die Schwimmer des Landesschwimmverbandes Brandenburg in Braunschweig. Die Bilanz nach dem 3. und letzten WK-Tag lässt sich blicken: 40x Gold, 27x Silber, 18x Bronze in den Jahrgängen sowie 5x Gold, 4x Silber und 4x Bronze in der offenen Wertung, jeweils 1x Gold und Bronze im Schwimmartenmehrkampf.
Die Potsdamer Sportschülerin Sonnele Öztürk stellte daneben einen neuen Deutschen Altersklassenrekord (DAR) auf. Über 200 Meter Rücken unterbot sie in 2:15,87 den alten Rekord von Cathleen Stolze (heute: Grossmann) aus dem Jahr 1991 um 1,01 Sekunden.
Der Brandenburger Johannes Hintze, der ebenfalls die Sportschule besucht, kann sich mit seinem Trainer Thomas Luckau ebenfalls über einen fabelhaften neuen DAR freuen. 1982 schwamm Mirko Erdmann, der in Potsam trainierte, über 200 Meter Lagen 2:16,09. Mit der neuen persönlichen Bestzeit von 2:14,79 setzt Johannes wahrscheinlich für die kommenden Jahre einen neuen Akzent.
Erfolgreichste Teilnehmer des Brandenburger Schwimmverbandes waren Christian Diener, Sonnele Öztürk und Anna Dietterle. Während Anna bereits in 1 1/2 Wochen bei den Deutschen Meisterschaften um JEM-Plätze kämpfen wird, befindet sich Sonnele erneut für 2 Wochen im Trainingslager, um sich mit ihren Teamkameraden auf die DJaM in 4 Wochen in Magdeburg vorzubereiten.
22:06 Uhr
Erfolgreiche EM-Qualifikation in Magdeburg
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Am vergangenen Wochenende gelang den Schwimmern des Bundesnachwuchsstützpunktes Potsdam ein erfolgreicher Auftritt.
Der Potsdamer Sportschüler Christian Diener (PSV Cottbus), 3-facher JEM-Sieger und Jugendweltmeister 2011, nominierte sich mit neuem Deutschen Altersklassenrekord für die EM im Mai 2012 über seine Paradestrecke 200 Meter Rücken. Ebenfalls ein EM-Ticket löste der ehemalige Sportschüler Felix Wolf über die gleiche Strecke. Yannick Lebherz, der seit knapp 2 Jahren am Stützpunkt in Potsdam trainiert, wurde bereits vom DSV gesetzt.
Die junge Cottbusser Rückenspezialistin Eileen Diener (ebenfalls Sportschule Potsdam) verfehlte knapp die geforderte EM-Norm über die 200-Meter-Distanz trotz herausragender persönlicher Bestzeit. Mit Anna Dietterle, 2fache EYOF-Siegerin 2011, und Hanna Dittmar unterboten gleich zwei weitere Sportschülerinnen die Normen für die JEM in Antwerpen. Die junge Nachwuchsathletin Sonnele Öztürk brillierte ebenfalls über 200 Meter Rücken und unterbot, obwohl noch zu jung für die JEM, die erforderliche Norm. Daneben gewann sie, wie auch den Neuzugängen Johannes Hintze und Dominik Orthen, die Wertung der punktbesten Einzelleistung im Jahrgang.

Johannes Hintze und Sonnele Öztürk gewinnen in ihren Jahrgängen den Pokal für die punktbeste Einzelleistung. (Foto: Mirko Seifert)
18:40 Uhr
Unterbesetzt, aber lautstark
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Auch wenn das Hamburger Dulsbergbad sicherlich nicht die beste Adresse ist, hochkarätige Wettkämpfe auszutragen – am Wochenende ging es wieder heiß her im Kampf um das beste Bundesland im Norddeutschen Schwimmverband. Von den sieben der acht Landesverbänden (Niedersachsen ging nicht an den Start) zeichnete sich der Landesschwimmverband Brandenburg zunächst durch das kleinste Team (22) bspw. gegenüber Berlin (30) oder Sachsen-Anhalt (32) aus. In den achtundsiebzig Einzelwettkämpfen konnten daher 8 Strecken nicht besetzt werden, wodurch wertvolle Punkte für das Brandenburgische Team verloren gingen. Nach einem schwierigen ersten Abschnitt am Samstag gelang es jedoch dem Schwimmnachwuchs aus Cottbus, Schwedt, Potsdam und Brandenburg, am zweiten Wettkampftag den Landesverband Schleswig-Holstein auf Rang vier zu verweisen und sich einen sehr guten dritten Platz ( 439 Punkte) hinter Sachsen-Anhalt (551) und der Siegermannschaft des Berliner Schwimmverbandes (566) zu erkämpfen.
Mit insgesamt 12 (13) Einzelsiegen sowie jeweils einem zweiten Platz in den beiden Staffelwettkämpfen (12×50 Meter Lagen mixed und 12×50 Meter Freistil mixed) haben unsere Schwimmer, von denen alle an der Sportschule in Potsdam trainieren, jedoch ein sehr gutes Resultat erzielt. Diese Siegleistungen erzielten Nele Klein (3), die mit 3/100stel Sekunden den Deutschen Altersklassenrekord über 50 Meter Freistil verpasste, Sonnele Öztürk (2), Luisa Kuch (2), Tom Spielhagen (2) und Carl Louis Schwarz (1) aus Potsdam, Tom Ertel (1) aus Schwedt und die Cottbusserin Anna Dietterle (1) sowie Philipp Schultze (1) für den Berliner Schwimmverband.
Von den 6 möglichen punktbesten Einzelleistungen in den Jahrgängen gingen mit EYOF-Medaillengewinnerin Sonnele Öztürk und Carl Louis Schwarz (beide über 100 Meter Rücken) 2 an den Brandenburgischen Landesverband, jeweils 2 an Berlin und Sachsen-Anhalt.
Die Ergebnisse der beiden Staffel- und der Einzelleistungen sowie die Punktbesten-Wertungen sprechen für ein gutes Niveau in der Spitze. Wie auch in den vergangenen Jahren ist jedoch das Fehlen einer soliden Leistungsbreite zu beklagen. Wieder konnte die Mannschaft nicht voll besetzt werden und musste sich zudem Unterstützung von der erfolgreichen Triathlon-Debütantin Kristin Ranwig holen. Insbesondere in den Jahrgängen 1996 männlich und 1997 weiblich fehlt es an einem breiten wettkampftauglichen Format. Eine ernstzunehmende Konkurrenzfähigkeit gegenüber Berlin und Halle / Magdeburg krankt darüber hinaus an fehlender Leistungsfähigkeit über die mittleren Strecken, bspw. 200 Meter Schmetterling und Brust oder 400 Meter Lagen und Freistil.
Wenn es den Vereinen und Stützpunkten des Landesschwimmverbandes Brandenburg gelingen sollte, in den kommenden Jahren eine breite Basis in den Jahrgängen auf- und auszubauen, werden weder Bahnen von Brandenburgischen Startern unbesetzt noch Platz 1 oder 2 in der Mannschaftswertung Wunschdenken bleiben. Immerhin, mit der einheitlichen Einkleidung, der neuen Logo-Präsenz des Landesschwimmverbandes und den lautstarken Teamauftritten klappt es bereits.
00:23 Uhr
Olympisches Format
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11th European Youth Olympic Festival in Trabzon, 23.-29. Juli 2011. Man hat sich die Ausrichtung des Jugendfestivals an der türkischen Schwarzmeerküste einiges kosten lassen. Mit einem furiosen Eröffnungszeremoniell wurde am 22. Juli eine überaus spannende Wettkampfwoche eröffnet. Im eigens gebauten Schwimmstadion dominierten Sportler vor allen der russischen Jugendnationalmannschaft und Groß Britanniens. Dass das deutsche Schwimmteam an die Erfolge von 2009 in Tampere nicht anknüpfen wird, wo das DSV-Team mit acht Goldmedaillen als erfolgreichstes aus den Schwimmwettkämpfen hervorging und die DOSB-Mannschaft in der Nationenwertung auf Platz 2 schraubte, stand bereits im Vorfeld fest. Besonders für die männlichen Schwimmer war an realisierbare Medaillenerwartungen nicht zu denken, während für die Mädchen ernst zu nehmende Medaillenaussichten bestanden. Als Zielsetzung wurde daher von der Bundestrainerin Beate Ludewig und den betreuenden Trainern Jan König und Marko Letz im Rahmen des Vorbereitungslehrgangs in Heidelberg das Ziel der Finalteilnahme bei persönlicher Bestzeit sowie neun Medaillen (also eine mehr als beim JEM-Team) postuliert.
Bereits am ersten Wettkampftag zeichnete sich jedoch das Bild der gesamten Woche vorweg. Die erzielten Leistungen der Damen wurden durch ein zum Teil unerwartet hohes Leistungsniveau der internationalen Konkurrenz vor allem aus Russland, Groß Britannien und beispielsweise Litauen relativiert. Lediglich die Potsdamer Sportschülerin Anna Dietterle (Cottbus) konnte sich mit zwei Goldmedaillen gegenüber einer starken Konkurrenz durchsetzen und als schnellste Frau im Pool etablieren. Einige enttäuschende vierte Plätze waren auf schlechtes Anschlagverhalten der Athletinnen zurück zu führen.
EYOF 2011
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[img src=http://sieben-bis-zehn.de/blog/wp-content/flagallery/eyof-2011/thumbs/thumbs_img_5027.jpg]Carl Louis Schwarz ist Fahneträger des DOSB-Teams in Trabzon bei der Eröffnungsfeier.
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[img src=http://sieben-bis-zehn.de/blog/wp-content/flagallery/eyof-2011/thumbs/thumbs_img_5219.jpg]Königin der zweiten Bahn. Anna Dietterle gewinnt das erste Gold für das deutsche Schwimmteam in Trabzon.
[img src=http://sieben-bis-zehn.de/blog/wp-content/flagallery/eyof-2011/thumbs/thumbs_img_5226.jpg]Sonnele Öztürk sichert sich über die Außenbahn Silber über 200 m Rücken.
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[img src=http://sieben-bis-zehn.de/blog/wp-content/flagallery/eyof-2011/thumbs/thumbs_img_5262.jpg]Halbfinale!
[img src=http://sieben-bis-zehn.de/blog/wp-content/flagallery/eyof-2011/thumbs/thumbs_img_5269.jpg]Auszeit am Mittwoch.
[img src=http://sieben-bis-zehn.de/blog/wp-content/flagallery/eyof-2011/thumbs/thumbs_img_5288.jpg]Zweites Gold für das DSV-Team durch Anna Dietterle.
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Mit insgesamt neun Medaillen konnte die vergleichsweise schwache Bilanz des 34-köpfigen JEM-Teams in Belgrad übertroffen werden. Alle weiblichen EYOF-Teilnehmer nehmen mindestens eine Medaille mit nach Hause. Namentlich die Freistilleistungen von Anna Dietterle, die über 100 Meter gleich sechs mal unter ihrer Nominierungszeit von den deutschen Meisterschaften blieb und ihre Bestzeit schließlich um eineinhalb Sekunden auf eine herausragende 0:55,77 herunterschraubte sowie über 50 Meter ihren eigenen Altersklassenrekord auf 0:25,65 verbesserte, lassen neben den 400 Meter Lagen und 800 Meter Freistil von Leonie Beck sowie den 200 Meter Brust von Margarethe Hummel oder den 200 Meter Rücken der Potsdamerin Sonnele Öztürk (als eine der jüngsten Teilnehmerinnen) auf einen konkurrenzfähigen Leistungenstand mit Perspektive schließen.
Bei den Männern waren in Athleten wie dem Briten Matthew Johnson Spitzenleistungen zu beobachten, die neben hohen Trainingsumfängen auch auf einen immensen biologischen Vorsprung zurückzuführen sind. “Das sind schon ganze Männer.” Inwiefern ihnen der Sprung über den JEM-Bereich hinaus gelingt, stellte nicht nur Bundestrainerin Ludewig in Frage. Das soll das beachtliche Niveau der Einzelleistungen beispielsweise eines Evgeny Sedov oder einer Mariya Baklakova keineswegs schmälern. “Das sind die Schwimmer, die wir haben wollen. Hohes technisches Niveau mit viel Gefühl. Lang und schlank.” (siehe http://www.trabzon2011.org/results/)
Insgesamt kann der DSV zufrieden sein. Mit einer Bilanz von 2/5/2 hat das Team wesentlich zum Gesamterfolg des DOSB (4/12/8) beigetragen. Anna Dietterle stellt mit zwei Goldmedaillen sowie jeweils einer Silber- und einer Bronzemedaille in der Staffel die erfolgreichste deutsche Teilnehmerin dar. Gemeinsam mit den Erfolgen von Sonnele Öztürk (Silber und Staffelbronze) und Nele Klein (Staffelsilber) sowie den Erfolgen von Christian Diener bei den JEM in Belgrad (drei Goldmedaillen und einmal Silber) ist der Landesschwimmverband Brandeburg in diesem Jahr der erfolgreichste Landesverband des DSV hinsichtlich der Jugendnationalmannschaften JEM und EYOF.
Für viele Sportler bedeuten die EYOF-Wettkämpfe eine erste wichtige internationale Wettkampferfahrung, deren Bedeutung für die langfristige Leistungs- und Wettkampfentwicklung der Sportler völlig unterschätzt wird. Der Werdegang eines Christian Dieners, der bei Trainer Marko Letz von der Schulweltmeisterschaft über eine erfolgreiche EYOF-Teilnahme 2009 zu JEM und Youth Olympic Games 2010 sowie JEM und JWM 2011 bei Trainer Jörg Hoffmann gegangen ist, sprechen für eine notwendige rasche Aufwertung der EYOF. In diesem Jahr hätte es sich auch für die Medien gelohnt. Die Ausrichter stellten allein für die Opening Ceremony das Doppelte des Gesamtetats zur Verfügung, das für das EYOF 2009 in Tampere aufgebracht wurde – mit landesweiter und umfassender Fernsehübertragung aller neun Sportarten.
23:39 Uhr
Hattrick für Christian Diener
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Dem Potsdamer Sportschüler Christian Diener (93) gelingt ein außerordentlicher Coup: Bei den diesjährigen Jugend-Europameisterschaften in Belgrad gewinnt der Schwimmer über alle Rücken-Strecken – also die 50-, 100- und 200-Meter-Rennen – Gold mit jeweils Neuem Deutschen Altersklassenrekord. Im vergangenen Jahr war ihm in Helsinki lediglich über 50 Meter Rücken der Schritt aufs Podium gewährt.
Nach der harten Vorbereitungsphase in den vergangenen Monaten muss er nun den Blick auf die Jugend-Weltmeisterschaften in Lima richten, für die der Deutsche-Vizemeister über die 50 Meter Rücken bereits im Vorfeld gesetzt wurde.
23:42 Uhr
Erfolgreiche Schwimmwoche des LSV BB und der Sportschule Potsdam in Berlin
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Berlin. Im Rahmen der Schwimmwoche können die Athleten des Landesschwimmverbandes Brandenburg und der Sportschule Potsdam auf eine erfolgreiche Bilanz schauen. Während der 6 Wettkampftage erzielte die Mannschaft das bis dahin erfolgreichste Ergebnis der vergangenen Jahre. Vorausgegangen waren diesen überzeugenden Ergebnissen harte Wochen der Vorbereitung. In 4 verschiedenen Trainingslagermaßnahmen der einzelnen Trainingsgruppen wurden jedoch die Schwimmer auf den Punkt genau in Höchstform gebracht.
Allerdings sorgten die Wettkampfmodalitäten bereits im Vorfeld für Unmut bei Trainern, Athleten und Schwimmsportbegeisterten. Die Gliederung der Woche in 3 Vorlauf- und 3 Finaltage in Anlehnung an die Fernsehübertragungszeiten sucht national wie international ihres gleichen – und wird auch wohl nichts finden. Beispielsweise fanden die Vorläufe über 50 Meter Freistil am Dienstagvormittag statt. Das A-Finale wurde dagegen am Sonntag im letzten Abschnitt der Schwimmwoche ausgetragen. Allein unter diesen Gesichtspunkten sind die Leistungen aller Teilnehmer hoch anzurechnen.
Insgesamt 6 Nominierungen für die Jugend-Nationalmannschaften gingen an die Sportler des Stützpunktes in Potsdam. Für die EYOF (European Youth Olympic Games) in Trabzon / Türkei qualifizierten sich Anna Dietterle, Nele Klein, Sonnele Öztürk und Carl Louis Schwarz. Betty Buschick und Christian Diener lösten ihre Tickets für die JEM in Belgrad. Mit 5 neuen Deutschen Altersklassenrekorden (jeweils 2 für Sonnele Öztürk und Christian Diener sowie 1 für Anna Stephanie Dietterle) wurden ca. 1/3 der gesamten Rekordleistungen der Veranstaltung erbracht. Neben den großen Bundesstützpunkten und Startgemeinschaften gelang es den Sportlern, zahlreiche Medaillen (u.a. 13x Gold) und Platzierungen in den Jahrgängen und den Schwimmartenmehrkämpfen (Nicola Schmidt, Johannes Hintze, Dominik Orthen, Jan Scholz) zu erkämpfen. Zudem konnten sich Sportler wie Sonnele Öztürk, Anna Stephanie Dietterle oder Christian Diener in die Spitze des deutschen Schwimmsports vorarbeiten.
Yannick Lebherz, der in Potsdam trainiert, löste darüber hinaus mit seinem Deutschen Rekord über 400 Meter Lagen auf die 1/100 Sekunde genau sein WM-Ticket.
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21:19 Uhr
Perspektivreich
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Lässt man die Zweifel an der Notwendigkeit der Süd- und Norddeutschen Meisterschaften unberücksichtigt (allein in Hannover gingen nur die Berlinerin Dorothea Brandt sowie Steffen und Markus Deibler aus Hamburg als Mitglieder der DSV-Nationalmannschaft an den Start), können sich Sportler wie Vereine des Landesschwimmverbandes Brandenburg über eine positive Bilanz freuen. Insgesamt 37x Gold, 22x Silber und 16x Bronze in den Jahrgangswertungen sowie 1x Gold, 3x Silber und 7x Bronze in den offenen Wertungen konnte in den vergangenen drei Wettkampftagen erzielt werden. In den Mehrkämpfen wurden ebenfalls zum Teil herausragende Einzelleistungen der jüngsten Wettkampfteilnehmer erzielt. Anna S. Dietterle (Cottbus) stellte darüber hinaus einen Neuen Deutschen Altersklassenrekord über ihre Paradestrecke 50 Meter Freistil auf. Ebenfalls hervorzuheben sind die Leistungen von Jan Scholz (Cottbus), Johannes Hintze (Brandenburg), Dominik Orthen und Sonnele Öztürk (beide Potsdam) sowie Nele Klein und Carl Louis Schwarz (beide Schwerin).
Wie auch im vergangenen Jahr gelten die Norddeutschen Meisterschaften als Auftakt für die in zwei Wochen beginnenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Rahmen der “Schwimmwoche” in Berlin. Mit den zum Teil aus vollen Training heraus erbrachten Leistungen der Athleten kann man selbstbewußt auf die Meisterschaften im Juni schauen. In den verbleibenden beiden Trainingswochen werden sich die Schwimmer jedoch diversen unliebsamen Trainingsinhalten stellen – frei nach dem Motto: Mach es Dir im Training hart und es wird im Wettkampf leichter!
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17:35 Uhr
Gute Ergebnisse in Halle
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Bereits zum elften Mal traf sich Deutschlands Schwimmspitze am vergangenen Wochenende beim Schwimmfest der Saalehaie in Halle. Mit diesem Wettkampf haben Trainer Frank Embacher und seine Helfer einen neuen Akzent gesetzt. Ihrem Aufruf folgten Schwimmer der Nationalmannschaft wie auch der Jugendnationalmannschaften. Mit Britta Steffen, Paul Biedermann, Daniela Schreiber, Steffen und Marcus Deibler, Stefan Herbst und vielen anderen konnten sich die Hallenser und ihre Gäste über ein starkes Teilnehmerfeld freuen. „Schwimmfest in Halle, WM, Olympia – ganz klar, darauf werde ich seit Jahren vorbereitet, in dieser Reihenfolge“, erklärt augenzwinkernd Doppelweltmeister Paul Biedermann geladenen Gästen. Und so Unrecht hat er nicht. Der Wettkampf kann nicht günstiger liegen. Bereits am Montag fahren die ersten DSV-Schwimmer ins Trainingslager, um ihre Form für die diesjährigen Weltmeisterschaften in Shanghai zu optimieren. Der Zeitrahmen ist eng gesetzt, denn bereits in der ersten Juniwoche geht es in die Qualifikation für WM, JEM und EYOF. Den meisten Teilnehmern stecken noch die zum Teil harten Wochen des Umfangsschwimmens in den Knochen. Das macht sich in den Schwimmgeschwindigkeiten bemerkbar, erklärt Trainer Marko Letz (Sportsschule Potsdam). Auch wenn gute Zeiten erzielt wurden, die perfekte Wettkampfform kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht erreicht sein. „Jetzt ist noch nicht die Zeit, schnell zu schwimmen. Die ist erst im Sommer.“ – schnauft Biedermann am Ende seines Superfinals. Er muss es wissen. Sein Konkurrent Phelps ist erst kürzlich Weltjahresbestzeit geschwommen.
Mit den Ergebnissen vor allem der „großen“ Athleten ist die Blickrichtung bereits vorgegeben. Beachtlich waren schließlich nicht nur die 100-Meter-Freistil-Leistungen von Steffen und Schreiber. „Im Sommer muss es noch ein bisschen besser gehen. Wenn man nach London will, gibt es keinen Weg an Shanghai vorbei!“, erklärt der Potsdamer Sportsoldat Felix Wolf, WM-Fünfter 2009, im Interview. Auch er kann, nach einer durch Grundwehrdienst bedingten Pause, auf eine überraschend gute Leistung über 200 Meter Rücken blicken.
Für die 49 Schwimmer und 5 Trainer, die der Landesschwimmverband Brandenburg – zusammengesetzt aus Schülern der Sportschule Potsdam und des Olympiastützpunktes Potsdam – stellte, gingen mit den Superfinals am frühen Sonntagnachmittag 3 erfolgreiche Wettkampfabschnitte zu Ende. Insgesamt wurden in den Jahrgangswertungen 30 Gold-, 28 Silber- und 16 Bronzemedaillen erzielt. In der offenen Wertung konnten sich die ältesten Teilnehmer um Felix Wolf und Jaana Ehmcke mit 4 Gold-, 6 Silber- sowie 4 Bronzemedaillen durchsetzen. Felix Wolf erreichte Platz 6 in den Superfinals. Jaana Ehmcke (Potsdam) stellte einen neuen Veranstaltungsrekord über 800 Meter Freistil auf.

Die Potsdamer Sportschülerin Eileen Diener (Cottbus) gewinnt den Pokal der Besten weiblichen Nachwuchsleistung beim Schwimmfest in Halle.
Bezeichnender Weise wurden vor allem im Jahrgangsbereich die erforderlichen Leistungsentwicklungen erzielt, um sich für die Deutschen Meisterschaften im Juni zu qualifizieren. Denn erstmals verfügt der Landesschwimmverband Brandenburg wieder über eine breite Basis an Nachwuchsathleten, die sich im kommenden Sommer die begehrten Tickets für JEM (Serbien), JWM (Peru) und EYOF (Türkei) erkämpfen können. Diese Perspektive spiegelt sich in den erzielten Ergebnissen wieder. Für die Punktbesten Einzelleistungen in den Jahrgängen wurden Eileen und Christian Diener sowie Anna Stephanie Dietterle (alle Cottbus), Sonnele Öztürk und Maximilian Bock (beide Potsdam) prämiert. Betty Buschick (Potsdam) und Jan Scholtz (Cottbus) erzielten in diesen Wertungen Platz 2, Franz Müller (Brandenburg) und Tom Spielhagen (Potsdam) jeweils Platz 3. Darüber hinaus gingen beide Pokal für die Beste Nachwuchsleistung an die Sportschüler Eileen und Christian Diener.
Zum Schwimmfest in Halle 2010 schauen Sie doch einfach gleich hier nach.
18:51 Uhr
Gut besetzt
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Am vergangenen Samstag fand zum zweiten Mal der Brandenburgische Adler-Pokal der Schwimmer in Potsdam statt. Schwimmsportinteressierte wissen, dass Strecken wie 800 oder 1500 Meter Freistil normaler Weise nicht zu den Publikumsmagneten zählen. Normaler Weise. Mit der Beschränkung des Wettkampfprogramms auf die beiden Kraulstrecken sowie die 400 Meter Lagen wurde bereits im vergangenen Jahr ein attraktiver Wettkampf ins Leben gerufen, für den in diesem Jahr Sportler aus fünf Bundesländern sowie insgesamt vier Bundes- und Olympiastützpunkten anreisten. Ein Blick auf das Teilnehmerfeld verweist auf die Bedeutung des Wettkampfs und das Leistungsniveau der angetretenen Einzelkämpfer. Neben dem frisch gebackenen Kurzbahneuropameister von Eindhoven und Deutschen Rekordhalter Yannik Lebherz (Darmstadt) und dem Magdeburger Christian Kubusch stellten sich u.a. Jugendeuropameister Christian Diener, JEM-Teilnehmerin Eileen Diener und die Deutsche Jahrgangsrekordhalterin Anna Dietterle (alle drei Cottbus) sowie die zweifachen Deutschen Jahrgangsrekordhalterinnen Sonnele Öztürk (Potsdam) und Anna Tauschel (Halle) dem harten Wettkampfprogramm.
„Dieser Wettkampf ist Spitze“, sagt Christian Kubusch, Deutscher Rekordhalter und Vize-Europameister auf der Kurzbahn in Eindhoven. „Endlich stehen auch die Strecken im Mittelpunkt, die in den meisten Wettkämpfen nur abgearbeitet werden!“ Mit dem Modus, dass die beiden längsten Strecken des offiziellen Wettkampfrepertoires als mixed ausgetragen werden, erhält der Brandenburgische Adler-Pokal eine einzigartige Qualität in der Bundesrepublik. Denn die Möglichkeit, in diesem Format die schnellsten Schwimmer entsprechend ihrer Meldezeiten aber ungeachtet ihres Geschlechts in den Läufen zusammen zu fassen, sucht derzeit seinesgleichen. Für eine hohe Leistungsdichte sowie eine straffe Wettkampforganisation sorgt die sogenannte Doppelbahnbelegung, bei der zwei Sportler pro Bahn starten und damit bis zu sechszehn Schwimmer in einem Lauf ins Rennen gehen.
„Damit erfüllen wir in vollem Umfang die Idee des Pokal-Wettbewerbs“, erklärt Trainer Jörg Hoffmann, ehemaliger Weltmeister und fünffacher Europameister über die 1500 Meter Freistil. Denn für die jüngsten Teilnehmer ist es seit 2009 Bedingung der Bundestrainer des DSV, über die angebotenen Strecken im laufenden Wettkampfjahr einen Start vorzuweisen, um an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Anfang Juni teilnehmen zu können.

Die Potsdamer Sportschülerin Sonnele Öztürk (1998) vor dem Start. Knapp 10 Minuten später sichert sie sich die Prämie über 800 Meter Freistil. (Foto: Mirko Seifert)
Mit dem Adler-Pokal präsentiert sich der Landesschwimmverband Brandenburg e. V. als zukunftsorientierter und wegweisender Fachverband, der es versteht, auf die ständig wechselnden Anforderungen des Schwimmsports flexibel und rasch zu reagieren. Durch die Unterstützung des MBJS Brandenburg und Herrn Höfer als Sodexo-Fachbereichsleiter Catering war es möglich, an einen im vergangenen Jahr mit dem Ersten Brandenburgischen Adler-Pokal gesetzten Akzent anzuknüpfen und dieses Wettkampfformat weiter auszubauen. Mit den Prämienläufen in den „Langen Strecken“ und der Staffeleinlage zwischen den 400-Meter-Lagen-Wettkämpfen am Nachmittag, in der die zwanzig erfolgreichsten Schwimmer des Bundesnachwuchsstützpunktes teilnahmen, haben sich darüber hinaus in diesem Jahr Programm-Highlights etabliert, die auch im kommenden Jahr aufgegriffen werden. Der schwimmstarke Magdeburger SC hat dafür bereits seine Teilnahme zugesichert. Die Schwimmer des Luftschiffhafens und der Sportschule Potsdam werden sie sicherlich gebührend empfangen.


