Archiv für Februar, 2011
18:51 Uhr
Gut besetzt
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Am vergangenen Samstag fand zum zweiten Mal der Brandenburgische Adler-Pokal der Schwimmer in Potsdam statt. Schwimmsportinteressierte wissen, dass Strecken wie 800 oder 1500 Meter Freistil normaler Weise nicht zu den Publikumsmagneten zählen. Normaler Weise. Mit der Beschränkung des Wettkampfprogramms auf die beiden Kraulstrecken sowie die 400 Meter Lagen wurde bereits im vergangenen Jahr ein attraktiver Wettkampf ins Leben gerufen, für den in diesem Jahr Sportler aus fünf Bundesländern sowie insgesamt vier Bundes- und Olympiastützpunkten anreisten. Ein Blick auf das Teilnehmerfeld verweist auf die Bedeutung des Wettkampfs und das Leistungsniveau der angetretenen Einzelkämpfer. Neben dem frisch gebackenen Kurzbahneuropameister von Eindhoven und Deutschen Rekordhalter Yannik Lebherz (Darmstadt) und dem Magdeburger Christian Kubusch stellten sich u.a. Jugendeuropameister Christian Diener, JEM-Teilnehmerin Eileen Diener und die Deutsche Jahrgangsrekordhalterin Anna Dietterle (alle drei Cottbus) sowie die zweifachen Deutschen Jahrgangsrekordhalterinnen Sonnele Öztürk (Potsdam) und Anna Tauschel (Halle) dem harten Wettkampfprogramm.
„Dieser Wettkampf ist Spitze“, sagt Christian Kubusch, Deutscher Rekordhalter und Vize-Europameister auf der Kurzbahn in Eindhoven. „Endlich stehen auch die Strecken im Mittelpunkt, die in den meisten Wettkämpfen nur abgearbeitet werden!“ Mit dem Modus, dass die beiden längsten Strecken des offiziellen Wettkampfrepertoires als mixed ausgetragen werden, erhält der Brandenburgische Adler-Pokal eine einzigartige Qualität in der Bundesrepublik. Denn die Möglichkeit, in diesem Format die schnellsten Schwimmer entsprechend ihrer Meldezeiten aber ungeachtet ihres Geschlechts in den Läufen zusammen zu fassen, sucht derzeit seinesgleichen. Für eine hohe Leistungsdichte sowie eine straffe Wettkampforganisation sorgt die sogenannte Doppelbahnbelegung, bei der zwei Sportler pro Bahn starten und damit bis zu sechszehn Schwimmer in einem Lauf ins Rennen gehen.
„Damit erfüllen wir in vollem Umfang die Idee des Pokal-Wettbewerbs“, erklärt Trainer Jörg Hoffmann, ehemaliger Weltmeister und fünffacher Europameister über die 1500 Meter Freistil. Denn für die jüngsten Teilnehmer ist es seit 2009 Bedingung der Bundestrainer des DSV, über die angebotenen Strecken im laufenden Wettkampfjahr einen Start vorzuweisen, um an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Anfang Juni teilnehmen zu können.

Die Potsdamer Sportschülerin Sonnele Öztürk (1998) vor dem Start. Knapp 10 Minuten später sichert sie sich die Prämie über 800 Meter Freistil. (Foto: Mirko Seifert)
Mit dem Adler-Pokal präsentiert sich der Landesschwimmverband Brandenburg e. V. als zukunftsorientierter und wegweisender Fachverband, der es versteht, auf die ständig wechselnden Anforderungen des Schwimmsports flexibel und rasch zu reagieren. Durch die Unterstützung des MBJS Brandenburg und Herrn Höfer als Sodexo-Fachbereichsleiter Catering war es möglich, an einen im vergangenen Jahr mit dem Ersten Brandenburgischen Adler-Pokal gesetzten Akzent anzuknüpfen und dieses Wettkampfformat weiter auszubauen. Mit den Prämienläufen in den „Langen Strecken“ und der Staffeleinlage zwischen den 400-Meter-Lagen-Wettkämpfen am Nachmittag, in der die zwanzig erfolgreichsten Schwimmer des Bundesnachwuchsstützpunktes teilnahmen, haben sich darüber hinaus in diesem Jahr Programm-Highlights etabliert, die auch im kommenden Jahr aufgegriffen werden. Der schwimmstarke Magdeburger SC hat dafür bereits seine Teilnahme zugesichert. Die Schwimmer des Luftschiffhafens und der Sportschule Potsdam werden sie sicherlich gebührend empfangen.
16:07 Uhr
Große Erwartungen
gespeichert unter: Training
Durchschnittlich acht Stunden Training am Tag! Der Anspruch an den diesjährigen Ski- und Konditionslehrgang der Schwimmer auf dem Rabenberg konnte nicht geringer gestellt werden. Die Umsetzung war natürlich nur in einem zeitlichen Rahmen möglich, der nicht zufällig zwischen 7:00 Uhr morgens und zum Teil 10:00 Uhr am Abend lag. Allein in der ersten Woche des zwölftägigen Trainingslagers bewältigten die Sportler der Trainingsgruppe Letz 54 Kilometer in ca. 18 Stunden im Wasser. Daneben verbrachten sie mehr als 22 Stunden auf Skiern, Padsybällen und Yogamatten.
Nach der Devise: “Mach’s dir im Training schwer, dann wird’s im Wettkampf leichter” (Emil Zatopek) sind sich die Sportler dabei durchaus des zeitlichen Drucks bewußt. Denn bereits in zwei Wochen müssen sie beim Brandenburgischen Adler-Pokal in Potsdam ihre verbesserte Ausdauerleistungsfähigkeit unter Beweis stellen, die für eine frühzeitige Qualifikation für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in der ersten Juniwoche notwendig ist.
Rabenberg und Lindow 2011
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Und während sich in den letzten gemeinsamen Trainingseinheiten auf dem Rabenberg die Trainingsgruppen einander zum Teil harte Rennen lieferten, ging es für die Sportler der sechsten Klassen in Lindow um die begrenzten Plätze für die Aufnahme an die Sportschule in Potsdam. Der leitende Sichtungstrainer, Marko Letz aus Potsdam, reiste dazu vorzeitig vom Rabenberg ab, um einen letzten Blick auf den Ausbildungsstand des Schwimmnachwuchses zu werfen. Im zentralen Lehrgang des Landesschwimmverbandes Brandenburg bildeten die komplexen athletischen und schwimmerischen Standardtests des DSV einen integralen Bestandteil des siebentägigen Trainingslagers. Am Ende werden jedoch nur vierzehn der teilnehmenden Schwimmer ihren Traum vom sportlichen Erfolg über die “Friedrich-Ludwig-Jahn”-Sportschule ab dem kommenden Schuljahr verfolgen können.


