Archiv für April, 2010
16:39 Uhr
Prioritäten setzen
gespeichert unter: Ergebnisse
An einem sonnigen und reichhaltigen Event-Wochenende gab es unter anderem schlechten Fussball in Berlin und guten Obstwein in Werder. Unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit fanden daneben jedoch die Landesmeisterschaften der Schwimmer auf dem Brauhausberg statt. Immerhin nahmen 2 Olympia- und 3 WM-Teilnehmer daran teil. Doch das Interesse beschränkte sich auf wenige Besucher, die die Tribüne nur spärlich bestückten.
Davon unberührt zogen die Schwimmer ihre Bahnen und erzielten zum Teil unerwartet gute Leistungen. Unerwartet, da zu diesem Zeitpunkt herausragende Leistungen eher überraschen müssen. Während einige Trainigsgruppen erst aus dem Trainingslager zurückgekehrt waren und ihre Wettkampfform noch aufbauen, fahren andere am Montag ins Vorbereitungslager für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Unter diesem Aspekt wurden bereits bei der Wettkampfplanung die Schwerpunkte für die Sportler festgelegt. Wettkampfhärte durch hohe Starthäufigkeit und solides Leistungsniveau in allen Wettkämpfen! Insbesondere die weibliche Jugend überzeugt durch eine hohe Leistungsdichte. Gerade die kurzen Distanzen wurden oftmals durch 1/100 Sekunden entschieden. Auch bei den Männern wurden die langen Distanzen auf einem soliden Niveau absolviert, das mit Blick auf die Meisterschaftssaison im Mai und Juni im gesamtdeutschen Kontext hoffen lässt.
Wenn es darum ginge zu erleben, wie sich die Champions von morgen mit Kraft und Ästhetik durch das Wasser kämpfen, wäre Potsdam – zwischen Baumblüte hier und Bundesliga-Abstiegskomödie dort – auch bei Sonne einen kurzen Aufenthalt wert. Es bleibt eine Frage der Schwerpunkte.
16:14 Uhr
Offene Landesmeisterschaften auf dem Brauhausberg / Potsdam
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Vom 24. bis 25. April werden in Potsdam die Landesmeisterschaften im Schwimmen ausgetragen. Auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften im Juni gelten sie nicht nur als erste Bestandsaufnahme nach einem langen Trainingswinter. Insbesondere für den Nachwuchs gilt es, sich in die (viel diskutierten) Qualifikationskriterien für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften hineinzuschwimmen und nach den vorausgegangenen Trainingslagern erste Bestleistungen zu erzielen.
Die Besonderheit für viele Nachwuchsathleten liegt darin, dass dies aus “vollem Training” geschehen wird. Das bedeutet, dass die Sportler mit Blick auf die kommenden Höhepunkte im Mai und Juni keine spezielle Vorbereitung durchlaufen, sondern aus einem harten Trainingspensum in die Wettkämpfe auf dem Brauhausberg gehen werden. Bei einigen Schwimmern wie der Cottbusserin Anna Dietterle oder der Potsdamerin Hanna Dittmar, beide Schüler der Sportschule Potsdam, kann man trotzdem davon ausgehen, dass sie “die Konkurrenz in Deutschland ganz schön ärgern werden”, so ihr Trainer. Wir sind gespannt!
21:59 Uhr
Keine Nachrücker!
gespeichert unter: Allgemein
Neureglung des DSV bezüglich der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften stößt auf bundesweiten Mißmut. Nachdem der DSV die neuen Bestimmungen für die diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin verabschiedet hat, fühlen sich viele Trainer und Aktive vor den Kopf gestoßen. Kernpunkt der Festlegungen bildet die Beschränkung der Teilnehmerzahl auf die 30 Jahrgangsbesten im jeweiligen Wettkampf. Das wird zur Folge haben, “dass wir nur die Akzelerierten zu Gesicht bekommen, die ohnehin durch herausragende Leistungen im laufenden Wettkampfjahr hervorstachen”, während viele unter den Tisch fallen, die oftmals die besseren Perspektiven besitzen, aber in ihrer biologischen Entwicklung noch wenig Chancen haben, in ihrem Jahrgang vorn mitzuschwimmen – so Beate Ludewig, Bundestrainerin.
Sicherlich wird der beabsichtigte Konkurrenzdruck eine besondere Dynamik entwickeln und bereits im Vorfeld von allen Sportler ein frühzeitiges Höchstmaß an Leistung abverlangen, um sich überhaupt zu qualifizieren. Im Ausschluss von möglichen Nachrückern erhalten die Läufe jedoch ein völlig anderes Gesicht. Denn nicht alle qualifizierten Sportler gehen auch gleich in sämtlichen Strecken an den Start. Ein Beispiel: Die Geschwister Eileen und Christian Diener (Cottbus) könnten derzeit in 10 bzw. 9 Strecken an den Start gehen, da sie hier unter den TOP 30 liegen. Konzentriert man sich jedoch auf die aussichtsreichsten und erfolgversprechendsten Strecken, werden mindestens 4 Wettkämpfe von den beiden jeweils nicht bestritten. Diese Plätze fallen ersatzlos weg. Und damit sind die beiden Nachwuchshoffnungen des Landesschwimmverbandes Brandenburg keine Ausnahme DSV. Auch Jahrgangsgrößen wie Alexandra Wenk, Maximilian Oswald, Silke Lippok u. v. m. glänzen durch ein breites Spektrum an Startmöglichkeiten.
Man kann nur hoffen, dass sich bei den ab dem 2. Juni statt findenden Wettkämpfen weniger Sportler auf den Tribünen befinden als in der Kampfarena. Und vielleicht wird sich auch irgendwann wieder die Durchführung von B-Finals durchsetzen, mit denen immerhin auch innerhalb der Wettkämpfe für eine hohe Leistungsdichte gesorgt wurde.
10:12 Uhr
“Badespaß und Sonne satt”
gespeichert unter: Training
Wenn die jüngsten Schwimmer der Sportschule Potsdam ins Trainingslager fahren, hat das erfahrungsgemäß wenig mit Urlaubsvorstellungen zu tun, die man mit der Türkischen Riviera verbinden mag. In den kommenden 2 Wochen werden in Lara (Antalya) die 14 Sportler der Trainingsgruppe einen hohen Umfang an Kilometern bewältigen. “Mit den 90 Kilometern und einem hohen Anteil an Ahtletik- und Spielausbildung werden die 12- bis 13-Jährigen Mädchen und Jungs hart ans Limit gehen”, so der Trainer. Doch die spezielle Vorbereitung der letzten Woche in Potsdam stimmt alle Teilnehmer optimistisch. Die Konzeption der Trainingsmaßnahme knüpft dabei an die Erfahrungen und Ergebnisse des Winterlagers auf dem Rabenberg an, in dem im 3,5 – Tagesrhythmus ein hohes Trainingspensum erfüllt wurde. “Wir haben in den vergangenen Wochen viel gelernt. Unser Ausdauerniveau ist besser denn je.” Und wird sicherlich weiter steigen. Bereits in knapp 2 Monaten finden die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin statt. Wer nicht mitzieht, geht spätestens dann baden.
Lara 2010
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