Archiv für März, 2010
18:17 Uhr
„Das Mittelfeld interessiert keinen“
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Und braucht es auch nicht! Denn zum Einladungsschwimmfest des SV Halle kamen am vergangenen Wochenende nicht nur zahlreiche Vereine verschiedener Landesverbände, sondern auch neben Paul Biedermann und Britta Steffen die Besten des deutschen Schwimmsports. Daniela Schreiber, Caroline Ruhnau, Steffen Deibler, Hendrik Feldwehr und junge Perspektivkader kämpften um das begehrte Superfinale am Sonntag, dass schließlich erstmals – so viel sei vorweg genommen – die Hallenserin Daniela Schreiber vor dem zweifachen Weltmeister und Teamgefährten Paul Biedermann im Hasenschwimmen gewann. Wenn Frank Embacher (Trainer von Biedermann und Schreiber) im Jahr der Jubiläen – „111 Jahre Opel, 110 Jahre Bayern München, 10 Jahre Schwimmfest Halle“ – bittet, kommen sie alle.
Wie in jedem Jahr nahm auch der Landesschwimmverband Brandenburg mit seinen jungen Nachwuchsathleten teil und überraschte mit zum Teil sehr guten Einzelleistungen. Vor allem die weibliche Jugend konnte sich gegenüber der harten Konkurrenz aus Halle, Leipzig und Magdeburg durchsetzen. Insgesamt gewannen die Schwimmer der Sportschule Potsdam für ihre Vereine 26mal Gold, davon 2 im offenen Finale, 18mal Silber und 21mal Bronze. Erfolgreichste Teilnehmer waren Anna Dietterle und Eileen Diener (beide aus Cottbus) mit fünf Gold-Medaillen und einer Silber- bzw. einer Bronze-Medaille. Anna nahm als Jüngste Athletin an einem offenen Finale teil und verpasste als vierte mit 11/100 Sekunden nur knapp Edelmetall, Eileen sicherte sich Bronze. Zudem gewannen die beiden Sportschülerinnen in ihren Jahrgängen in der Kategorie Punktbeste Einzelleistung wie auch Maximilian Bock (Potsdam), Sonnele Öztürk wurde in ihrem Jahrgang Dritte. Eileen erwarb darüber hinaus den Pokal für die beste Leistung in der JEM-Wertung.

Die Cottbusserinnen Anna Dietterle (1997) und Eileen Diener (1995) feiern ihre punktbesten Einzelleistungen über 50 Meter Freistil bzw. 50 Meter Rücken (Foto: Steffen Diener)
Gerade diese Auszeichnung ist sehr wichtig, da es für sie wie auch einige andere Schwimmer des Landesverbandes in diesem Jahr um die Qualifikation für die Jugendeuropameisterschaften in Helsinki geht. Der Weg dorthin ist jedoch noch sehr lang. Allein durch die seit Januar geltenden Anzugvorschriften ist mit zahlreichen Überraschungen bei den Deutschen Meisterschaften zu rechnen. „Wir müssen völlig umdenken“, so Beate Ludewig (Bundestrainerin), die mit einer kleinen DSV-D/C-Kader-Auswahl in Halle erschien. Hoffentlich nicht in völlig neuen Kategorien. Denn bislang ist der Leistungseinschnitt bei den Damen national weitaus geringer als es zu befürchten war. Dennoch behielt Embacher recht: „Dass wir viele Preisgelder für neue Rekorde ausgeben werden, ist eher unwahrscheinlich.“ An Rekorden fehlte es gänzlich, nicht jedoch an hervorragenden Einzelleistungen, die zu diesem Zeitpunkt in allen Jahrgängen und Schwimmarten hervortraten.


