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Archiv für Januar, 2010



25.
Januar
22:49 Uhr
-

Schwimmer auf dem Rabenberg

gespeichert unter: Training

Erstmals fahren die Schwimmer der Sekundarstufe I gemeinsam ins Winterlager. Die drei Trainingsgruppen werden unter der Leitung der Trainer Letz, Luckau und Pönisch neben einem sehr hohen Anteil an Athletiktraining und ungewohnten Umfängen im Wasser viel Zeit auf der Loipe verbringen. Bereits in wenigen Wochen muss der Wettkampfhöhepunkt des laufenden Trainingsabschnittes in Halle auf einem Niveau geschwommen werden, das die besten Schwimmer ins Blickfeld der Bundesnachwuchstrainerin Beate Ludewig rückt. Mit dem vierzehntägigen Lehrgang auf dem Rabenberg wird die Phase des athletischen Vorbereitungstrainings für die Deutschen Meisterschaften im Juni eingeleitet, auf deren Basis sich ab April verstärkt das Training ins Schwimmbecken verlagern wird.

Rabenberg 2010

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Für die siebte Klasse bedeutet das Skilager die erste gemeinsame Trainingsmaßnahme außerhalb des Stützpunktes. Bereits in der Vorbereitung des Trainingslagers in Potsdam beweisen sie in zahlreichen Testserien, dass sie sich mit den Großen messen können. Und die Trainingsbereitschaft der Neulinge muss auf das Niveau der älteren Sportler fokussiert bleiben, wollen sie sich für die anstehenden internationalen Wettkämpfe 2010 – ob Schul-WM oder Summer Youth Olympic Games – qualifizieren.

Dass der Spass innerhalb einer solchen Trainingsmaßnahme nicht zur kurz kommt, gelang mit Hilfe des Wallstreet Institute in Berlin (Friedrichstrasse) , dem wir auf diese Weise herzlich danken. Das Video dazu gibt’s hier (Musik: David Holmes – “11, 12 & 13″):

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16.
Januar
18:55 Uhr
-

„Die Deutschen waren nicht schlecht“

gespeichert unter: "Sieben Fragen an ..."

Auf dem Gelände des Olympiastützpunktes in Potsdam fand vom 4. bis 16. Januar ein Langstrecken-Trainingslager des Deutschen Schwimmverbandes mit internationaler Beteiligung statt. Unter der Leitung von Bundestrainer Dirk Lange bewältigten neben Schwimmass Paul Biedermann und dem Langstreckenspezialisten Thomas Lurz auch junge Nachwuchsathleten und Perspektivkader ein hohes Trainingspensum – gemeinsam mit Athleten aus Südafrika, Australien, Italien. Ein StartBlog-Gespräch mit Dirk Lange, Bundestrainer des DSV.

StartBlog: Morgen endet das internationale Trainingslager des DSV in Potsdam. Wenn Sie auf die vergangenen zwölf Tage zurückblicken, wie bewerten Sie diese Maßnahme?

Lange: Die Idee, die hinter dem Camp stand, war die Langstreckenkultur wiederzubeleben. Wir kommen in Deutschland weder auf die notwendigen Umfänge noch Intensitäten, weil wir immer allein arbeiten. Es war also die Idee, leistungsstarke Sportler zusammenzubringen. Allein von den vier „Sportlern des Jahres“ der LEN (Europäischer Schwimmverband) waren drei anwesend. Wir haben es über die ausländische Komponente geschafft, dass unsere Sportler immer wieder zurückgeführt wurden auf das, was notwendig ist, vor allem in Hinblick auf die höheren Umfänge. Positiv war dabei, dass wir keinen einzigen Sportler hatten, der sich rausgenommen hat.

StartBlog: An die Planung des Trainingslagers traten viele Trainer mit unterschiedlichen Ideen heran. Sicherlich war es nicht einfach, einen Konsens zu finden. Auf welche inhaltlichen Schwerpunkte konnte man sich einigen?

Lange: Wir haben ganz konkret im Vorfeld die Umfänge und Belastungsschwerpunkte an den einzelnen Tagen festgelegt. Die erste Woche stand unter deutscher Regie, namentlich der Trainer Jörg Hoffmann und Stefan Lurz. Die gesamte zweite Woche wurde als Bündel von den ausländischen Teilnehmern vor allem aus Südafrika und Australien betrachtet, in der wir auf einer klar definierten aeroben Basis aber zunehmend in die Qualität hineingingen.

StartBlog: Sicherlich traten dabei die methodischen Unterschiede besonders zu Tage …

Lange: Genau, die bestehenden Unterschiede waren hier deutlich zu erkennen, beispielsweise wie Serien geschwommen oder Pausen gestaltet werden. Die Australier haben hier viel mit Serien gearbeitet, in denen die Pausen bewusst sehr kurz gehalten wurden. Durch die extremen Abgangszeiten versuchen sie die Dynamik und die inhaltlichen Schwerpunkte zu verfolgen.

StartBlog: Lassen sich aus den Beobachtungen, die Sie während des Camps gemacht haben, Reserven beim deutschen Team erkennen, an denen in Zukunft mit Blick auf London 2012 gearbeitet werden muss ?

Lange: Die Frage ist ja: Was können wir aus dem Trainingslager mitnehmen? Beispielsweise war der größte Teil der krankheitsbedingten Ausfallquoten auf deutscher Seite zu verbuchen. Wir haben, glaube ich, gut gelernt, wie man im Training mit solchen teilweise außerordentlichen Bedingungen und ungewöhnlichen Situationen umgehen kann…

StartBlog: Sie meinen in Bezug auf die hohen Umfänge?

Lange: Es hat vielen Sportlern die Augen geöffnet, wie zum Beispiel die Südafrikaner niemals geklagt haben, und immer versucht haben, das Limit etwas weiter zu schieben, während häufiger bei unseren Leuten der Eindruck entstand: ‚Jetzt kann ich nicht weiter, jetzt mach ich mal Schluss.‘ Das Ergebnis für mich ist, dass wir unseren Horizont erweitern und dass unsere Sportler verstehen, was der internationale Standard bringt. Wenn die Leute diese Botschaft  verstehen und ihre Betrachtungsweise ändern, dann haben wir erreicht, was wir erreichen wollten.

StartBlog: Seit Sie 2008 die Position des Bundestrainers übernahmen, hat sich einiges verändert. Hat der DSV aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt?

Lange: Ich glaube schon, und ich hoffe, dass er etwas gelernt hat. Ich stehe und ich stand, auch bevor ich nach Deutschland zurückgekommen war, für bestimmte Dinge, beispielsweise für internationale Zusammenarbeit und Networking. Ich glaube einfach, wenn man sich vor neuen Dingen verschließt, dann werden wir niemals das Niveau bekommen, welches Mannschaften anderer Länder aufweisen. Man kann von ihnen lernen, aber das geht nur dann, wenn wir auch tatsächlich ein paar Leute einladen und über bestimmte Dinge diskutieren. Für mich besonders wichtig war dieses Trainerkolloquium, in dem deutsche Trainer die Chance hatten, mit ausländischen Trainern einfach für zwei Stunden bestimmte Themen zu diskutieren.

StartBlog: Zum Beispiel?

Lange: Wie viele Umfänge macht man, wann fängt man an, Umfänge durchzuführen? Wie sehen sie das Alter von zwölf, von fünfzehn und sechszehn Jahren? Was ist international up-to-date, was nicht? Das alles hilft uns, mit Sieben-Meilen-Stiefeln die Lücke, die in den letzten Jahren aufgetreten ist, zu schließen. Dies ist allerdings ein sehr sensibler Bereich.

StartBlog: Können Sie einen Ausblick darüber geben, welche konkreten Maßnahmen in den kommenden Jahren auf dem Weg nach London geplant sind?

Lange: Wir werden verstärkt weitere internationale Camps durchführen, wir werden aber auch unsere Bemühungen anschieben, hier in Potsdam das Langstreckenzentrum noch mehr zu unterfüttern mit Aus- und Umbaumaßnahmen. Ein weiterer Punkt ist, dass wir die Länderkampf-Idee wiederbeleben. Wir haben zum Beispiel Länderkämpfe mit den Engländern, die sich mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele in England von Jahr zu Jahr sicherlich steigern werden. Und natürlich wird als eine der Benchmarks auch die Mare-Nostrum-Tour noch mehr im Mittelpunkt stehen. Training, Wettkampf, Managing des ganzen Pakets – darauf kommt es letzten Endes an. Das ist in den letzten Jahren nicht gelungen. Die Deutschen waren nicht schlecht, sie haben nur nicht richtig ihre Fähigkeiten ausspielen können, weil sie dann durch Bedingungen, die bei den vergangenen Olympischen Spielen herrschten, limitiert worden sind. Ich bin überzeugt davon, dass sie schon vorher in Form waren, sonst wären diese Steigerungen im vergangenen Jahr nicht möglich gewesen.

StartBlog: Ich bedanke mich für das Gespräch.

(Das Interview führte Marko Letz, Trainer am OSP Brandenburg in Potsdam)


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10.
Januar
09:50 Uhr
-

Nach den Sternen greifen

gespeichert unter: Juniorschwimmtag


Juniorschwimmtag in Potsdam. Während Paul Biedermann und Co. im Becken ihre Bahnen ziehen, warten zweizwanzig Wasserratten gespannt auf ihren großen Tag. Im Rahmen des ersten Juniorschwimmtages, den der Landesschwimmverband Brandenburg in Potsdam organisierte, nahmen Teilnehmer aus Brandenburg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern die Chance wahr, den Leistungsstützpunkt Schwimmen in Potsdam kennen zu lernen. Auf dem Programm standen neben ganztägigem Athletik- und Schwimmtraining auch das Schwimmen in der modernen Gegenstromanlage des Olympiastützpunktes. Mit großer Begeisterung nahmen die Nachwuchssportler die verschiedenen Lernangebote an, die Stützpunktmitarbeiter und Trainer vorbereitet hatten. Das Highlight bildete eine Autogrammstunde mit der kompletten deutschen Auswahlmannschaft (u. a. mit Paul Biedermann und Thomas Lurz) im Kongresshotel, die in Potsdam derzeit einen internationalen Langstreckenlehrgang unter der Leitung von Bundestrainer Dirk Lange bestreitet. Alle Beteiligten blicken auf einen erfahrungsreichen Tag zurück, der in diesem Rahmen bereits im Vorfeld auf große Resonanz stieß.




08.
Januar
15:54 Uhr
-

Qualifikationswettkampf in Potsdam

gespeichert unter: Allgemein

Der Landesschwimmverband Brandenburg setzt Akzente. Nachdem das internationale Langstrecken-Trainingslager des DSV in Potsdam, an dem neben Größen wie Paul Biedermann, Thomas Lurz oder Jan Wolfgarten auch Potsdams Felix Wolf oder das Cottbusser Nachwuchstalent Christian Diener teilnehmen, mit einhellig positiver Resonanz auf die ersten fünf Tage zurückblicken kann, ziehen der Brandenburger Landesschwimmverband und die Lehrertrainer der Sportschule in Potsdam mit einem bislang einzigartigen Qualifikationswettkampf am 27. Februar 2010 nach. Damit wird er Forderungen der neuen DSV-Nachwuchskonzeption gerecht, nachder alle Sportler, die an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Sommer teilnehmen wollen, mindestens ein mal im Wettkampfjahr über 800 Meter Freitil (wbl) bzw. 1500 Meter Freistil (mnl) sowie 400 Meter Lagen an den Start gegangen sein müssen. Bundesnachwuchstrainerin Beate Ludewig, federführend im “Berliner Modell”, reagiert damit auf die mangelhafte Vielseitigkeitsausprägung und das zum Teil schlechte Niveau der Ausdauerleistungsfähigkeit junger Schwimmer bishin in den JEM-Bereich. Einigen Sportler fehle es aufgrund vorzeitiger Spezialisierung aber auch schlechter Trainingsbedingungen an grundlegender Wettkampfpraxis und damit Erfahrungen in diesem Bereich, die notwendig sind, solange Schwimmen eine Ausdauersportart bleibt. Wie stark der Wettkampf letzten Endes besucht werden wird, bleibt abzusehen. Die Initiatoren hoffen jedoch auf zunehmend steigende Besucherzahlen auch aufgrund der vorbildlichen, straffen Organisation, an der es bei den meisten Wettkämpfen in den letzten Jahren mangelte.
Hier geht’s zur Ausschreibung: “Adler Pokal”